Als am 25. Januar 1879 in Oberhausen die Freiwillige Feuerwehr gegründet wurde, waren die meisten Bürger von der Notwendigkeit dieser Neuerung überzeugt. Bei der Gründung zählte die FFW Oberhausen schon 18 Mitglieder und schon ein Jahr später gehörten alle "feuerwehrpflichtigen" Männer der Wehr an. Die Ausstattung der Feuerwehr bei der Gründung sah so aus:


1 tragbare Druckspritze
2 Feuerhaken
2 Feuerleitern
2 Dachleitern
1 Standarte
1 Laterne

Diese Geräte wurden von der Gemeinde schon im Jahr 1854 angeschafft und der Feuerwehr bei der Gründung übergaben. Die Schlagkraft wurde im Laufe der Jahre weiter verstärkt:

1 fahrbahre Saugdruckspritze
67m SchläucheErste Spritze
1 Feuerleiter mit Stützstangen
5 Steigergurte
8 Chargengurte
16 Mannschaftsgurte
3 Dachleitern
19 Messinghelme
19 Helme
1 Signaltrompete
30 Feuerpatschen
1 Steigerwagen
1 Schlauchhaspel

Interessanterweise datiert das Baujahr der fahrbaren Spritze von 1877, womit die Pumpe schon älter als die Wehr selbst ist. Auch in den folgenden Jahren war die Gemeinde stets bemüht, die Feuerwehr modern und zweckmäßig auszustatten. So wurde 1932 das alte Feuerwehrhaus abgebrochen und durch ein neues an gleicher Stelle ersetzt. Schon im Jahr 1950 erhielt die Freiwillige Feuerwehr Oberhausen eine Motorspritze TS8 sowie einen Tragkraftspritzenanhänger, der später von den Floriansjüngern in Eigenregie zu einem Heuwehrgerät umgebaut wurde. Dieses Gerät, eines von vier Stück im Landkreis, wird bis heute immer dann eingesetzt, wenn ein Heustock zur Selbstentzündung neigt.

Eine sehr große Investition zu dieser Zeit war der Kauf eines Feuerwehrfahrzeuges der Marke Ford mit kompletter Ausstattung und einer TS8 im Jahr 1965. Der große Tag für die Wehr war der 8. Oktober 1965, als Hochwürden Hr. Pfarrer Roßmanith, das neue Fahrzeug weihte. Dieses Fahrzeug stand bis 2008 im Dienste der Wehr und leistete bis zuletzt wertvolle Dienste. 

 

 

Die nächste große Anschaffung wurde im Jahr 1992 durchgeführt. In enger Zusammenarbeit mit dem Bürgermeister Xaver Schiele und dem Gemeinderat wurden schon Jahre zuvor die Weichen für die zwei großen Projekte gestellt. 


Neubau eines Feuerwehrgerätehauses und die Anschaffung eines Löschgruppenfahrzeuges

Bei der Beschaffung des neuen Einsatzfahrzeuges fiel die Wahl auf eine Löschgruppenfahrzeug vom Typ LF8/6 auf einem Mercedes Fahrgestell. Dieses Fahrzeug ist mit einem Gesamtgewicht von 7,49t zugelassen und darf somit mit einem Führerschein der Klasse 3 gefahren werden, was ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl war.

Auch mit dem Neubaudes Gerätehauses am Kirchplatz in Oberhausen wurden optimale Bedingungen geschaffe. Entstanden ist das

Gebäude mit zwei Stellplätzen, einer separaten Waschhalle sowie Schlautrocknungsanlage, Atemschutzwerkstatt, Schulungsraum ud Floriansstüber auf dem Gelände des ehemaligen Rami-Hofes, welcher zu diesem Zweck abgerissen werden musste. Im Juni 1992 konnte das mit viel Eigenleistung errichtete Gebäude feierlich übergeben werden.