Chronik

Schon im alten Ägypten und dem Römischen Reich gab es erste Feuerlöscheinheiten, da in den damaligen Städten und Siedlungen nicht nur Holz eines der vorherrschenden Baustoffe war, sondern auch die Häuser innerhalb von Stadtmauern sehr dicht aneinander standen.

Im Mittelalter entstanden erste Berufsgruppen die für den Brandschutz ernannt wurden. Auf Türmen kontrollierten die sogenannten Türmer und Nachtwächter das Stadtgebiet auf Feuerschein. Jedoch oblag die Brandbekämpfung noch dem Zusammenschluss aus unterschiedlichste Handwerkergruppen.
Mit Erfindung des Schlauchs im 17. Jahrhundert wurden auch erste „Feuerspritzen“ zum Löschen eingesetzt. Diese wurden entweder vor Pferde gespannt oder von den Leuten gezogen. Sonst war die Ausrüstung der ersten Feuerlöschgruppen noch sehr überschaubar.

Im 19. Jahrhundert setzt sich das Feuerlöschsystem auf freiwilliger Basis in Deutschland allmählich durch und die ersten organisierten Feuerwehren entstanden.

So ist auf der Oberhausener Feuerspritze die Jahreszahl 1877 vermerkt. Mit diesem Feuerlöschgerät wurde fortan der Brandschutz in Oberhausen sichergestellt.

Die Gruppierung der Freiwilligen Feuerwehrleute fand sich erst drei Jahre später 1880 zusammen und gilt als Gründungsdatum der Freiwilligen Feuerwehr Oberhausen als organisierte Einheit des Feuerlöschwesens.

1950 erhielt die FF Oberhausen einen Feuerlöschanhänger mit Platz für Pumpe und Schläuche, der von landwirtschaftliche Zugmaschinen gezogen werden musste.

Nach den Kriegsjahren und der zunehmender Technisierung des Feuerlöschwesens folgte 1965 ein erstes motorbetriebenes Löschfahrzeug mit Platz für eine Staffelbesatzung. Ebenfalls beinhaltet der Ford Taunus Transit eine Tragkraftspritze und weiteres Material zur Brandbekämpfung.

Das Jahr 1992 brachte große Veränderungen. Nach zweijähriger Bauzeit konnte das heutige Feuerwehrhaus eingeweiht werden und am Ende konnte man auch ein neues Löschgruppenfahrzeug LF 8/6 begrüßen, welches sich bis heute noch im aktiven Dienst befindet. Damit hielt auch erstmals das immer wichtiger werdende Thema „Atemschutz“ Einzug.

Der bis dato größte Einsatz wurde im Jahr 1999 absolviert. Beim sogenannten Jahrhundert-Hochwasser an Pfingsten war die Oberhauser Wehr 3 Tage ununterbrochen in Stadtgebiet Neuburg im Einsatz.

2003 Auflösung der Werksfeuerwehr der Wifo
Mit Auflösung der damaligen Wifo-Gesellschaft und Verkauf des Werks an mehrere Firmen bestand auch keine Notwendigkeit einer eigenen Werksfeuerwehr mehr. Da auch das Feuerwehrwesen mit
Kosten verbunden ist und die Fahrzeuge samt Löschtechnik schon viele Jahre auf dem Buckel hatten, wurde schließlich die Werkfeuerwehr der damaligen IVG aufgelöst und die Feuerwehrfahrzeuge veräußert. Die noch relativ neuen Schutzanzüge gingen an die drei Gemeinde Feuerwehren, die somit nicht nur den Kleidungsbestand sondern auch die Aufgabe des Brandschutzes übernahmen.

2007 MZF + Außerdienststellung TSF
Da in der Vergangenheit nachrückende Kräfte aus der eigenen Wehr meist mit dem Privat-Pkw zur Einsatzstelle eilten, um das LF8/6 zu unterstützen, entschied man sich auf Vereinskosten ein Mehrzweckfahrzeug für neun weitere Einsatzkräfte zu besorgen. Somit wurde nicht nur die Einsatzstelle von den Privatfahrzeugen entlastet, sondern die Einsatzstelle mit einem weiteren Fahrzeug besser abgesichert. Das mittlerweile 42 Jahre alte TSF konnte mit den Aufgaben der Feuerwehr zu dem nicht mehr mithalten und wurde außer Dienst gestellt. Der Ford Taunus Transit ging an einen Sammler, der unser Fahrzeug restaurieren wollte.

VSA
Da die Sicherheit der Einsatzkräfte immer an erster Stelle steht, hat man sich dazu entschlossen einen alten Verkehrssicherungsanhänger zu kaufen, diesen wieder herzurichten und als zusätzliche Absicherung an Einsatzstellen mitzunehmen. Mit Änderung der Zulassung für Reflektionsflächen und Beleuchtung an solchen Anhängern entsprach dieser jedoch bald nicht mehr den Anforderungen für Feuerwehr und konnte einem lokalen Straßenbau-Unternehmer verkauft werden.

2022 HLF20
Seit Anschaffung des Löschgruppenfahrzeugs LF8/6 im Jahr 1992 hatte sich mittlerweile die Bevölkerungszahl der Gemeinde verdoppelt. Weitere Gründe sich um ein neues Feuerwehrfahrzeug zu bemühen waren das erhöhte Verkehrsaufkommen auf der Bundesstraße 16, die mittlerweile als Umgehung um den Ort herumgeführt worden war, als auch die Ansiedlung von mehreren Industriebetrieben mit entsprechenden Gefahrenpotential.

2023 Verkauf MZF
Nach Anschaffung des neuen HLF20 sollte das alte LF8/6 außer Dienst gestellt und verkauft werden. Wegen den damaligen Entwicklungen um den Ukraine-Konflikt und der Angst vor energetischen Blackouts, erschien ein weiteres voll bestücktes Fahrzeug die bessere Wahl. Somit wurde das MZF an die Kollegen der Nachbargemeinde Rohrenfels verkauft. Diese waren über das Angebot sehr erfreut und bei gemeinsamen Einsätzen unserer Wehren ist es immer wieder schön unseren alten Freund wiederzusehen.

2024 Abriss altes Feuerwehrhaus
Durch die ständige Dorfentwicklung wurde das Grundstück mit darauf befindlichem altem Feuerwehrhaus verkauft. Lange Jahre diente das alte Feuerwehrhaus seit 1992 als Stell- und Lagerraum für allerhand Gerätschaften der immer mehr ausgestatteten Feuerwehr und Utensilien des Feuerwehrvereins.

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